Wann hast du das letzte Mal jemandem zugehört – und daraufhin deine Meinung geändert? Wem hörst du gerne zu? Und wem viel zu selten?
Vom 2. bis 7. Juni 2026 möchte das 42. Kurzfilm Festival Hamburg den gegenwärtigen Dynamiken hyperbeschleunigten Medienkonsums und der Cancel Culture etwas entgegensetzen. Stattdessen schaffen wir einen Raum für Fragen, Aushalten und Aushandlungsprozesse. Gemeinsam mit euch und unter dem diesjährigen Festivalmotto „Listening“.
„Zuhören heißt auch zu fragen: Wer hört wem zu – und unter welchen Bedingungen? Als Festival ist es für uns wichtiger denn je, emanzipatorischen Bewegungen die Leinwand zu bieten, die sie verdienen.“ – Maike Mia Höhne, Künstlerische Leiterin
Die Sektion „Labor der Gegenwart“ stellt den Feminismus als Schwerpunkt in den Vordergrund und präsentiert fünf kuratierte Programme, die Themen wie emotionalen Widerstand, kollektives Wissen, trans* Identitäten und feministische Friedensbewegungen erkunden. Gemeinsam untersuchen sie, wie Geschlecht, Arbeit und politischer Kampf erfahren, dargestellt und ausgehandelt werden. Kuratiert werden die Programme von Maxa Zoller, Gertrude Malizeni, Dr. Elisa Linseisen, Sophie Holzberger, Selina Robertsen, Sarah Wood und Lucía Salas.
Ein weiterer zentraler Fokus blickt auf das Konzept des Wartens, präsentiert von dem palästinensischen Kurator Yazid Anani. In zwei Programmen wird das Warten nicht bloß als Pause dargestellt, sonder wir erleben, wie es Körper diszipliniert und Mobilität reguliert. Das „Archiv der Gegenwart“ beleuchtet südamerikanischen Widerstand und Bildarchive, die sich mit einer von AIDS gezeichneten Geschichte befassen. „Voices“ richtet den Blick auf Kosovo und Iran und präsentiert Filme, die das fortwährende Ringen um zivile Rechte und den Kampf um Sichtbarkeit zeigen.
Wie immer wird es auch in diesem Jahr wieder Podiumsdiskussionen, Branchentreffen, Partys, Ausstellungen und die ein oder andere Überraschung geben. Zeitgleich lädt das Junge Kurzfilm Festival Hamburg Mo&Friese das junge Publikum ein zu einem lebendigen und vielfältigen Filmorogramm für alle zwischen 4 und 18 Jahren.
Alle weiteren Infos zum Programm, den Wettbewerben und Tickets folgen in Kürze. Bis dahin verpasst du nichts, wenn du uns auf Instagram folgst. Wir freuen uns drauf, dich bald wiederzusehen (und zu hören).