Programm
Wettbewerbe
Wir zeigen 84 Filme in drei Wettbewerben: Dem Internationalen und Deutschen Wettbewerb sowie dem Dreifachen Axel. Wir treffen Filmemacher:innen, stellen Zusammenhänge her und werfen Fragen auf. In allen drei Wettbewerben des Festivals laufen sowohl Spiel, als auch Dokumentarfilme, hybride Formate, Animationen und 3D Produktionen. Der Internationale Wettbewerb zeigt aktuelle Ästhetiken und neue Narrative, der Deutsche Wettbewerb das Beste aus der landesweiten Kurzfilm- und Filmhochschulszene. Im Wettbewerb um den Dreifachen Axel laufen Filme, die maximal 3 Minuten lang sind und sich in diesem Jahr dem Thema „Drei“ widmen.
Deutscher Wettbewerb
Internationaler Wettbewerb
Dreifacher Axel
Im Wettbewerb um den Dreifachen Axel laufen Filme, die maximal 3 Minuten lang sind und sich in diesem Jahr dem Thema „Drei“ widmen.
Labor der Gegenwart
Das Labor der Gegenwart zeigt thematisch kuratierte Programme und ist Reflexionsort gesellschaftlicher und cinephiler Fragen. Ausgewählte Künstler:innen, Programmer:innen, Kurator:innen und Changemaker:innen präsentieren hier Programme, Standpunkte und Thesen. Im Gesprächsformat Forum werden ausführliche Talks und Diskussionen mit internationalen Gästen geführt, um die in den Filmprogrammen ausgestellten Fragen um weitere künstlerische Disziplinen und Sichtweisen erweitern.
LAB1: Feminismus
Feminismus ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern eine fortlaufende Praxis des Sehens, Zuhörens und Widerstandes. In fünf Filmprogrammen versammeln Kurator:innen aus England, Deutschland, Tansania und Argentinien filmische Arbeiten, die sich mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft feministischer Kämpfe auseinandersetzen. Die Programme fragen danach, wie Bilder Machtverhältnisse sichtbar machen können und wie das Kino Räume für alternative Erzählungen, Gemeinschaft und Solidarität eröffnet. Kuratiert von Maxa Zoller, Sophie Holzberger, Elisa Linseisen, Gertrude Malizeni und Lucía Salas.
LAB2: On Waiting
Warten ist keine Pause. Es ist ein Regime. An Flughäfen, in Verwaltungsbüros, an den Rändern der Stadt und in digital vermittelten Räumen wird Zeit als ein Zustand des Stillstands organisiert: Bewegungen werden aufgeschoben, Entscheidungen vertagt. Das Warten diszipliniert Körper und reguliert Mobilität. "On Waiting" präsentiert zwei Filmprogramme, kuratiert von Yazid Anani.
Hamburger Positionen: Feiern Kämpfen Sprechen Schweigen
Die Hamburger Positionen zeigen intersektionale Perspektiven auf den Kampf um Selbstbestimmung und die Gleichstellung der Geschlechter. Unter dem Druck rechter autoritärer Bewegungen geraten Errungenschaften wie Freiheitsrechte, Diversität und Dekolonisierung zunehmend unter Beschuss. Sprechverbote und die Normalisierung von Gewalt untergraben die demokratischen Aushandlungsprozesse zwischen Mehrheiten und Minderheiten. Zwei Filmprogramme verbinden ein vielfältiges, vielstimmiges Spektrum dokumentarischer und fiktionaler Kurzfilme mit Werken aus dem Archiv des Norddeutschen Rundfunks. Kuratiert von Florian Wüst.
Archiv der Gegenwart
Archive sind eine Inspiration. Schätze, die dort gefunden werden, können ein neues Licht auf die Gegenwart werfen. In ihnen wird immer für die Zukunft gesammelt. In der Sektion Archiv der Gegenwart präsentieren Kurator:innen gemeinsam mit Gäst:innen ihre ganz persönlichen Zugänge.
ARCHIV1: Eine Kamera in der Hand und eine Idee im Kopf
Am 24. März 1976 begann mit einem Militärputsch die letzte Diktatur in Argentinien. Sie sollte die Gewalttätigste werden. Die wirtschaftliche und politische Gewalt, die in den 1960er- bis 1990er-Jahren in ganz Lateinamerika aufkam, brachte eine andere Vorstellung von Kino hervor: etwas, das dem Antlitz der Geschichte rasch und kollektiv ins Auge sehen musste, mit einer neuen Form und einer neuen Grammatik. Zwei Programme präsentieren eine Reihe von Filmen, die auf diesen Moment blicken — auf das, was zu ihm führte, und das, was danach kam. Kuratiert von Lucía Salas.
ARCHIV 2: This Footage Is Not Originally Intended to Be a Part Of…
Die Bilder queerer und nicht-queerer älterer Menschen, die an AIDS gestorben sind, tragen ihre Geschichten bereits in sich – als Spuren, die in ihrer Abwesenheit weiterwirken. Oft entstanden als Homevideos, Bildungs- oder Werbefilme hinterlassen diese fragmentarischen Archive "unvollendete" Erzählungen. Das Programm führt ihren Impuls fort, indem es solche Vermächtnisse aufgreift, würdigt und neu denkt. Kuratiert von Sarnt Utamachote.
Voices: Kosovo & Iran
Voices sammelt in diesem Jahr filmische Perspektiven aus dem Iran und dem Kosovo. Zwei Filmprogramme beschäftigen sich mit den Nachwirkungen von Geschichte, mit Erinnerungen und gesellschaftlichen Umbrüchen – und mit den Formen des Widerstands und der Erfahrung, die daraus entstehen. Kuratiert von Eroll Bilibani und Afsun Moshiry, in Zusammenarbeit mit Parisa Shams und Mokthar Namdar.
Wildcard
Mit der Sektion Wildcard schaffen wir Raum für besondere filmische Positionen außerhalb der festen Programmlinien. In diesem Jahr präsentieren wir einen Meilenstein des kubanischen, feministischen Kinos von Sara Gómez und ein Kurzfilmprogramm der belgischen Künstlerin Eva Giolo.
Junges Kurzfilm Festival Mo&Friese
Das Junge Kurzfilm Festival Hamburg Mo&Friese präsentiert Kurzfilme für Kinder und Jugendliche von 4 bis 18 Jahren. Die internationalen, sorgfältig kuratierten Kurzfilmprogramme begegnen dem jungen Publikum auf Augenhöhe mit relevanten, vielfältigen und fordernden Themen.
More Happenings
Open Space
Im Open Space, dem Ausstellungsraum des Kurzfilm Festivals Hamburg, präsentieren wir in diesem Jahr die interaktive Installation EACHOTHER 互 (Work in Progress) des irischen Künstlers David OReilly. Sie wird zum ersten Mal öffentlich gezeigt.
Täglich kostenlos geöffnet ab 11 Uhr.
Forum
Im Forum führen wir ausführliche Gespräche mit internationalen Gästen, und erweitern die in Filmprogrammen aufgestellten Themen und Fragen um andere künstlerische Disziplinen und Sichtweisen.
Industry
Für akkreditierte Fachbesucher:innen: Der Industry Day am Festivalfreitag ist Treffpunkt, Austauschforum und Impulsgeber zugleich: Gemeinsam mit Branchenvertreter:innen, Studierenden und einem interessierten Publikum werfen wir einen Blick auf aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven der (Kurz-)Filmbranche.
Mit Kaffee und Franzbrötchen starten wir beim Wake-up-Call in den Tag, gefolgt von einer Keynote zum Female Gaze, Panels zur Zukunft des Kurzfilms sowie einer KODAK Masterclass. Formate wie die Roundtables laden dazu ein, sich aktiv einzubringen, Perspektiven zu teilen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Filmhochschultag
In Kooperation mit der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein lädt das Festival Filmstudierende und Vertreter:innen der Filmindustry ein, um sich mit Filmschaffenden anderer Hochschulen auszutauschen und zu vernetzen, sowie mit Vertreter:innen der Film- und Medienbranche und der internationalen Festival-Szene in Kontakt zu treten und sich mit eigenen Projekten zu positionieren.
Post Nights - Festivalclub
Wer viele Filme schaut, braucht zum Ausgleich ausreichend körperliche Bewegung. Deswegen gibt es jede Nacht im Festivalclub tanzbare Musik und Drinks. Mit DJs, offen für alle, immer kostenlos, immer fun.
Rund um die Post
Mit unserem Festivalzentrum Post liegen wir mitten im Epizentrum einer der größten innerstädtischen Veränderungen Hamburgs im Stadtteil Altona. Was lange gewachsen ist, wird umgebaut, neu gedacht, neu verbunden. Konzerthalle, neuer Bahnhof, Kulturmaschine. Wir werfen einen Blick auf das, was war – und was kommt: Die Ausstellung "Wo wohnen alle Leute?" (täglich ab 11 Uhr, Eintritt frei) zeigt Fotografien von Heinrich Klaffs und den Film "Raus!" von Achim Buttmann. Stadtteilrundgänge am Diebsteich (Fr. 06.06., 16:30 Uhr, englisch / So. 08.06., 16 Uhr, deutsch / mit Anmeldung) und ein Vortrag (So. 08.06., 17:30 Uhr, deutsch) beleuchten die Geschichte und geplante Veränderungen des Areals.