Hamburg, den 9. Juni 2019

Die besten Kurzfilme in Hamburg ausgezeichnet

Alle Preisträger des 35. Kurzfilm Festivals Hamburg und des 21. Mo&Friese KinderKurzFilmFestivals Hamburg

Mit der Preisverleihung ging am Sonntagabend das 35. Kurzfilm Festival Hamburg zu Ende. Zum ersten Mal in der Geschichte des Festivals konnte ein Filmemacher seinen Titel verteidigen. Nach ›Flores‹ im Vorjahr gewann der portugiesische Regisseur Jorge Jácome mit seinem neuen Film ›Past Perfect‹ auch in 2019 den Hauptpreis, den Hamburger Kurzfilmpreis im Internationalen Wettbewerb. Wir gratulieren Jorge Jácome sehr herzlich! Die fünfköpfige Jury entschied sich für einen Film, der uns „auf eine hypnotische Reise durch unsere eigenen, persönlichen Vorstellungen nimmt. ›Past Perfect‹ schaut auf besondere Weise zurück in die Zeit und führt uns so zu einer geteilten Erfahrung der Einsamkeit im Jetzt.“

Knapp 80 Veranstaltungen sind an 7 Tagen gelaufen, über 300 Filme aus mehr als 40 Ländern, im Festivalzentrum Post und den sechs Kinos, von rund 130 Teammitgliedern auf die Beine gestellt. Die Auszählung ist noch nicht abgeschlossen, aber es zeichnet sich ab, dass wir eine Gesamtzahl von 16.000 Besucher*innen erreichen werden, mehr als im Vorjahr. Angesichts der verringerten Anzahl von Screenings konnten wir so unsere durchschnittliche Besucher*innenzahl pro Veranstaltung steigern. Am Freitag, als unwetterbedingt die Open Airs in die Hallen umziehen mussten, tummelten sich Hunderte Besucher*innen in unseren Hallen. Es war gigantisch! Und mit über 600 Gästen aus der Kurzfilmwelt konnten wir so viele Branchenbesucher*innen wie nie zuvor verzeichnen, was uns darin bestätigt, einer der wichtigsten Anlaufpunkte für die deutsche und internationale Kurzfilmszene zu sein. Besonders freut uns dabei die rege Teilnahme von Studierenden, die sich in die „Hamburger Kurzfilmschule des Sehens“ begaben.
 
Die neue künstlerische Leiterin des Festivals, Maike Mia Höhne, sagte: „Die Gäste des Festivals kommen von überall her, die Mischung der Wettbewerbe, das Nachtprogramm, Kinder und Jugend und Konzerte … Es war ein großes Miteinander – und das sollte es werden. Wir sind glücklich.“
Unser neues Format FORUM, drei Gesprächsrunden zu den thematischen Schwerpunkten, zog die Besucher*innen zu vertieften Betrachtungen mit internationalen Gästen. Eine spannende Ergänzung zu den Filmprogrammen im LABOR DER GEGENWART und ein Ort der Auseinandersetzung, der als solcher angenommen worden ist. Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht.

Unser Festivalzentrum Post am Kaltenkircher Platz mit seinen riesigen Hallen war erneut ein Kurzfilmspielplatz der fast unbegrenzten Möglichkeiten mit Installationen, Open Airs und Kino, Infocounter und Filmmarkt, Konzerten, Dancefloor und Minigolf-Course, Panels und Branchentreffs. Dieser Kulturort führt immer wieder ganz neue Besucher*innen aus der Stadt an das Festival und den Kurzfilm heran. Wir wünschen uns, hier noch eine lange Zeit zu bleiben und den Ort als Kulturstandort für Altona und die Stadt weiter zu bespielen und längerfristig zu erhalten.
Am morgigen Montag, den 10. Juni, zeigen wir die Preisträgerrolle um 19 Uhr im Zeise Kino.

Das 36. Kurzfilm Festival Hamburg findet vom 2. bis 8. Juni 2020 statt.

Alle prämierten Filme und die Begründungen der Jurys sind auf unserer Website aufgeführt.



Das 21. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg

Die 21. Ausgabe von Mo&Friese konnte mit 40 toll besuchten Veranstaltungen mehr als 4200 kleine und große Zuschauer*innen in die Kinos locken. 82 Filme aus 33 Ländern wurden vorgeführt, mehr Diversität geht kaum. In den Kitavorstellungen leuchteten rund dreihundert Kinderaugenpaare zum ersten Mal im Kino – unvergessliche Erlebnisse für die Vier- und Fünfjährigen, die toll mitgegangen sind: Der ganze Balkon im Zeise 1 hat gebebt! Und die Kinder fragten: „Warum ist der Film so kurz?“ oder „Warum ist der Film jetzt schon vorbei? So viel Arbeit für so kurze Zeit …“ Selten hatten wir so viele atmosphärische Vorstellungen mit aktiven Kindern und tollen Fragen. Beim Film ›Regentanz‹ (ab neun Jahren) haben zuerst einige und am Ende fast alle Kinder mitgesungen und mitgetanzt. Auch das Jugendprogramm FreiStil war überdurchschnittlich besucht und wir mussten mit sehr interessierten Jugendlichen in den großen Saal umziehen.

Dass mehr Erwachsene den Weg zu Mo&Friese finden, etwa in der Late Night mit über 100 Besucher*innen, freut uns sehr und liegt vielleicht auch daran, dass Mo&Friese einige Veranstaltungen auch im Festivalzentrum durchführte. Wie etwa das Programm „toons ’n’ tunes, live vertonte Cartoons, zu denen eine Lehrerin vormittags mit ihrer Klasse und abends nochmal mit ihren Kindern kam. So sind das Mo&Friese KinderKurzFilmFestival und das Kurzfilm Festival Orte für die gesamte Familie geworden und fühlen sich auch so an. Ein Filmemacher, der zu Gast war: „Ich habe mehr Glamour erwartet, aber auch viel weniger Herz. Es fühlt sich wie Familie an, was besser ist als ein roter Teppich.“

Die Preise der beiden Kinderprogramme und der Jugendschiene FreiStil werden heute Abend zusammen mit den „großen“ Preisträgern in einer Zeremonie verliehen. Wir freuen uns riesig, heute Abend in der Preisverleihung die Kinder- und Jugendjurys zu begrüßen.

Für den Kurzfilmwettbewerb GIB MIR FÜNF!, exklusiv nur für Menschen bis 13 Jahren, suchen wir für 2020 nun Kurzfilme mit höchstens fünf Minuten Lauflänge zum Thema „Ich mach mir die Welt … wie sie mir gefällt“.

Pressemitteilung
Hamburg, den 6. Mai 2019

35. Kurzfilm Festival Hamburg
4. bis 10. Juni 2019

Ein-Blick in das neue Festival!

Prélude: Kurzfilm Hamburg
2019. Ein Jahr der Wechsel und Veränderungen. Aus dem Internationalen KurzFilmFestival Hamburg wird das Kurzfilm Festival Hamburg. Zusammen mit der Kurzfilm Agentur Hamburg, dem Kurzfilm Verleih Hamburg, Kurzfilm Sales Hamburg, dem Kurzfilm Archiv Hamburg und der Kurzfilm Schule Hamburg präsentiert sich Kurzfilm Hamburg, das Kompetenzzentrum für die kurze Form, mit neuem Logo. Ein Schriftzug, in dem gleichberechtigt die unterschiedlichen Abteilungen sichtbar werden.

Neue Wettbewerbsstruktur und das neue Labor der Gegenwart
Die neue künstlerische Leiterin Maike Mia Höhne hat wichtige Veränderungen vorgenommen. Aus 5 mach 3: Wir synthetisieren die beiden internationalen Wettbewerbe zu nur noch einem, in dem neben dem Publikumspreis fortan zwei Jurypreise vergeben werden. Und der Hamburger Wettbewerb zieht in den Deutschen Wettbewerb ein. Der thematische Flotte-Dreier-Wettbewerb bleibt unverändert. Mehr zu den Wettbewerben, Jurys und Preisen weiter unten.
Bislang hießen sie Sonderprogramme, ab jetzt nennen wir sie Labor der Gegenwart. In den kuratierten Programmen blicken wir auf innovatives filmisches Erzählen in Deutschland sowie Portugal und im pornografischen Independentfilm. Wir fragen, wie das Filmemachen in einer gelenkten Demokratie wie Russland funktioniert und überprüfen in den Hamburger Positionen hegemoniale Vorstellungen über die Stadt.
Wie im Vorjahr bauen wir in die riesigen Hallen des ehemaligen Paketzentrums in Altona unser Festivalzentrum ein, mit Infocounter, Extrakino, Festivalklub, Open Air und einer Installation im Open Space. Für Letztere konnten wir Bárbara Wagner und Benjamin de Burca gewinnen. Das gefeierte brasilianische Künstlerpaar gestaltet gerade den Pavillon ihres Landes für die Biennale in Venedig, die im Mai eröffnet wird.
In einem Monat ist es so weit: über 300 Filme aus aller Welt. In den drei Wettbewerben, dem Labor der Gegenwart, der Nachtschiene in der Post und vielen weiteren Veranstaltungen.
Wir haben Themen, Zahlen und Fakten zum 35. Kurzfilm Festival Hamburg zusammengetragen und stellen vor, was sich das 21. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg für die kleinen Kurzfilmfans vorgenommen hat.


Das Kurzfilm Festival Hamburg in Zahlen und Fakten
 Insgesamt werden beim IKFF rund 300 Kurzfilme aus mehr als 40 Ländern vorgeführt.
 Aus etwa 4500 Filmeinreichungen laufen knapp 100 Filme in den drei Wettbewerben.
 Über 15.000 Euro Preisgeld wird in den Wettbewerben von Jurys und Publikum vergeben.
 Über 15.000 Zuschauer*innen besuchen rund 100 Programme und Veranstaltungen in sechs verschiedenen Kinos, dem Festivalzentrum und open air.
 Rund 200 Filmschaffende aus über 25 Ländern und weitere 400 Fachbesucher*innen sind beim Festival zu Gast.
 Über 80 Kurzfilme aus mehr als 30 Ländern laufen darüber hinaus beim 21. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg.
 Mehr als 150 Teammitglieder arbeiten an Vorbereitung und Durchführung des Festivals mit.

Das Herz des Festivals = Wettbewerbe
Das Herzstück des Kurzfilm Festivals Hamburg sind die drei Wettbewerbe: Internationaler Wettbewerb, Deutscher Wettbewerb und der Flotte Dreier. Knapp hundert Kurzfilme konkurrieren in den Wettbewerben um die großen Preise. Dabei ist ein Alleinstellungsmerkmal der Wettbewerbe die Aufhebung jeglicher Premierenpolitik. Ähnlich wie beim Sundance Festival ist nicht der Status des Films entscheidend, sondern die Haltung der Autor*innen. Das Kurzfilm Festival Hamburg ist das zweitgrößte Kurzfilmfestival der Bundesrepublik, uns ist es wichtig, den großen Bogen durch die jährlichen Produktionen zu schlagen und dem zeitgenössischen Autoren*innenkino eine Bühne zu bieten.
Kurzfilm ist nicht nur ein Wirkungsort für etablierte Künstler*innen, denen das Format die Türen von Galerien und Museen geöffnet hat, sondern auch für viele junge Filmschaffende. Durch die Öffnung der Wettbewerbe wird der Zugang jenen erleichtert, die sich noch fern von Kreisen und Zirkeln bewegen. Diese Haltung spiegelt den Gründungsgeist des Kurzfilm Festivals bis heute wider. Wichtig ist nicht der Teppich, wichtig ist der Zugang für alle.
Der Internationale und der Deutsche Wettbewerb des Kurzfilm Festivals Hamburg sind ein Destillat des zeitgenössischen weltweiten Kurzfilmschaffens. Die Spannbreite der Auswahl umfasst alle Möglichkeiten der filmischen Sprache: hybride Dokumentarfilme, neben essyaistischen Experimentalfilmen – Animationen wechseln mit Fiktionen. Der kurze Film vermittelt mit seinen exzentrischen Handschriften eine Idee des Arthousefilms von morgen. Frei von ökonomischen Zwängen kann sich der kurze Film verhalten, eine Haltung einnehmen, anders als seine Schwester der lange Film: Die kurze Form ist lebendiger Spiegel in der Auseinandersetzung mit der Gegenwart.

Wettbewerbe 2019
Rund 100 Filme laufen in den Wettbewerben des Internationalen KurzFilmFestivals Hamburg. Es werden Jury- und Publikumspreise in einem Gesamtwert von über 15.000 Euro verliehen.
Internationaler Wettbewerb
Deutscher Wettbewerb
Flotter-Dreier-Wettbewerb
Beiträge zum Thema „Lost in Translation“ mit maximaler Lauflänge von drei Minuten.

Preise, Preisgelder, Jurys
Eine fünfköpfige internationale Jury vergibt im Internationalen Wettbewerb den Hamburger Kurzfilmpreis (3000 Euro) und den Deframed Preis (2000 Euro) für einen Film, der auf poetische, formale, analytische und unkonventionelle Art und Weise mit der Wirklichkeit umgeht und dabei zukunftsweisend alle Regeln ignoriert.
Seit 2019 ist das Kurzfilm Festival Hamburg Teil des Europäischen Filmpreises. Die Jury des Internationalen Wettbewerbs nominiert einen Kurzfilmkandidaten für die Shortlist. Bei der feierlichen Preisverleihung im Dezember jeden Jahres wird der beste europäische Kurzfilm im Rahmen des Europäischen Filmpreises verliehen.
Im Deutschen Wettbewerb vergeben drei Juror*innen einen Preis über 2000 Euro.
Ein mit 1500 Euro dotierter Publikumspreis wird an einen Kurzfilm aus dem Internationalen oder Deutschen Wettbewerb vergeben.
Ein mit 1000 Euro dotierter Publikumspreis wird an einen Kurzfilm aus dem Flotten-Dreier-Wettbewerb vergeben.
Eine zweiköpfige Jury vergibt den ARTE-Kurzfilmpreis, dotiert mit bis zu 6000 € (Preisgeld abhängig von der Lauflänge wegen des Ankaufs durch Arte).

Die Seele = Labor der Gegenwart mit Forum
Das Herz des Festivals sind die Wettbewerbe, die Seele ist das Labor der Gegenwart. Die neugegründete Sektion (vormals Sonderprogramme) versteht sich als Reflektionsort zu gesellschaftlichen Fragen. In großzügig angelegten kuratierten Programmreihen legen eingeladene Künstler*innen und Kuratoren*innen Fragen, Verhältnisse oder Kommentare zur Gegenwart vor, die kontrovers, engagiert und zukunftsweisend diskutiert werden. Das Forum, vertiefte Gesprächsrunden, in denen die Kurator*innen zusammen mit Gästen aus Kunst und Gesellschaft das Thema diskursiv verhandeln, begleitet die Filmprogramme.
Im Labor der Gegenwart werfen wir einen intensiven Blick auf neue Impulse im filmischen Erzählen in Portugal und Deutschland. Wir spannen in „Pleasure Rebels: Feminism, Sex & Anarchy“ einen Bogen von der Independent-Pornofilmerin Erika Lust über das Pornfilmfestival Berlin bis zum Kübelkind aus den 70er Jahren: Ein lohnender Ausbruch aus stereotypen Reinraus-Mechaniken und erstarrten Geschlechterrollen, der luzide und anarchisch festgefügte Genregrenzen verwischen lässt. „There is no movement – Now!“ schaut auf die sowjetische Avantgarde der 80er Jahre, sucht nach aktuellen Experimenten in Russland und fragt nach den Bedingungen für das Filmemachen in einer gelenkten Demokratie. Die „Hamburger Positionen“ stellen städtepolitische, sozioökonomische, emotionale Fragen an die Stadt, an uns – und versuchen, mit aktuellen und historischen Filmen aus Hamburg auf brennende Fragen Antworten zu geben und zu Gespräch und Diskussion anzuspornen. Und zuletzt spüren unsere langjährigen Laboranten Hanna Nordholt und Fritz Steingrobe in „Thinking Particles, Noise, Rauschen“ den Klangmodulationen im experimentellen Film nach.

Forum
Vergesst die Manifeste. Bekommen wir nur die Filme, die wir verdient haben?
Forum zu filmischem Erzählen in Deutschland und Portugal: RP Kahl (Filmemacher, Schauspieler), Anke Leweke (Filmkritikerin). Moderiert von David Kleingers (DIF).

Changemakers oder von der Lust am Wandel
Forum zu Erika Lust/Pornfilmfestival Berlin/Geschichten vom Kübelkind: In Kooperation mit der literatur altonale moderiert von Natascha Geier mit Erika Lust, Ula Stöckl (Filmemacherin) und Helene Hegemann (Autorin).

Cut it out! Von Avantgarden und Zensur
Forum zum Thema Zensur und Meinungsfreiheit: In Kooperation mit dem Altonaer Museum moderiert von Maike Mia Höhne mit Popo Fan (chinesischer Filmemacher im Berliner Exil), Wolf Iro (Leiter des Goethe-Institut Israel, zuvor Russland und Initiator des Filmprogrammes Cut it out – Filme gegen Zensur), Vladimir Nadein (Kurator Russland-Programm).

21. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival (2. bis 9. Juni)

Das Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg ist eines der wenigen Kinder- und Jugendfilmfestivals weltweit, das sich ausschließlich dem Kurzfilm widmet. Mit einem altersgerecht gestaffelten Programm richtet es sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 20 Jahren. Die Kinderprogramme werden der Zielgruppe entsprechend moderiert. Fremdsprachige Kurzfilme werden live auf Deutsch eingesprochen. Die beiden Jugendprogramme FreiStil sind deutsch untertitelt. Viele Filmemacher*innen sind anwesend und stehen den Kindern nach den Veranstaltungen Rede und Antwort zu ihren Filmen. Gezeigt werden über 82 Kurzfilme aus mehr als 30 Ländern. Zwei Kinderjurys und eine Jugendjury wählen in den vier Wettbewerben sechs Preisträger aus.

Eröffnung
Der Ton macht die Musik und bestimmt in diesem Jahr unser Festivalprogramm. Nach dem Eröffnungsprogramm „Klangfarben“ am 2. Juni um 15 Uhr gibt es eine riesige Spiel- und Bastelparty in den Zeise Hallen. Anschließend haben wir eine ganze Festivalwoche Zeit, um gemeinsam alle Filme zu gucken, mit ihnen zu lachen, über sie nachzudenken und zu diskutieren sowie den Geräuschen auf den Grund zu gehen.

Sonderprogramm toons ’n’ tunes
Schwarz-weiße Filme und bunte Musik
Die Idee ist so alt wie das Kino selbst. Bereits vor 120 Jahren spielte der Pianist vor der Leinwand sitzend die Musik zu den stummen Kurzfilmen im Kino. Als der Tonfilm ab den 30er Jahren den Stummfilm ersetzte, verschwand damit auch die Kunst der Stummfilmvertonung. Mit „toons ’n’ tunes“ lässt Mo&Friese in Kooperation mit KinderKinder e.V. diese vergessene Kunstform wieder aufleben. Cartoonfilme aus den 20er Jahren und kurze eigens produzierte Clips werden live musikalisch zum Leben erweckt mit bunten Klängen von Schlagzeug, Bassklarinette, Flöten, Saxofon, Marimba und vielen Geräuschen.

Sonderprogramm Regenbogen
Teenie sein ist schön und aufregend, kann aber auch enorm anstrengend sein. Denn das Teenagerleben ist oft eine Kette emotionaler und identitätsbedingter Krisen, die eigentlich immer in Weltuntergängen enden. Und das ist überhaupt kein Wunder, denn Teenies müssen sich mit so vielen Veränderungen, neuen Umständen und unerwarteten Beziehungsgeflechten auseinandersetzen.
Wie will ich sein? Was finde ich cool? Wen mag ich? Was denken meine Freund*innen über mich? Was passiert, wenn mich die erste Annäherung überfordert? Oder meine Zuneigung unerfüllt bleibt? Noch aufregender wird das Ganze, wenn Teenies Grenzen überschreiten. Wenn Adrián merkt, dass er auf Jungs steht. Wenn Natalia lieber Dario heißen möchte. Oder wenn Emile feststellt, dass sie in zwei Jungs gleichzeitig verliebt ist.
Wir zeigen mit elf Kurzfilmen in zwei Programmen leise, laute, fröhliche und berührende Geschichten über Liebe, Freundschaft, Geschlechtsidentität und Sexualität für Teenies ab 12 und Jugendliche ab 14 Jahren. Die beiden Programme werden von Expert*innen begleitet, sodass die Filme gemeinsam besprochen und diskutiert werden können. Wir freuen uns sehr, die beiden Programme zusammen mit den Lesbisch Schwulen Filmtagen Hamburg präsentieren zu können!

Wettbewerbe beim Mo&Friese KinderKurzFilmFestival
Mo-Preis (1250 Euro): Programme ab 4 und ab 6 Jahren
Friese-Preis (1250 Euro): Programme ab 9 und ab 12 Jahren
Freischwimmer-Preis (1000 Euro): Programme ab 14 Jahren
GIB MIR FÜNF!-Wettbewerb (3 Preise, insgesamt 600 Euro)

Klasse, reserviert!
Im Programm „Grenzenlos“ zeigt Mo&Friese eine kunterbunte Mischung von Kurzfilmen (ab 5 Jahren), die ohne oder mit wenig Sprache auskommen. Dies ist auch gerade für Kinder interessant, die selbst erst vor Kurzem hier angekommen sind. Zu diesem und auch allen anderen Programmen lädt Mo&Friese über die Spendenaktion Klasse, reserviert! Kinder aus Flüchtlingsunterkünften und Internationalen Vorbereitungsklassen sowie Regelklassen, die sich den Besuch sonst nicht leisten könnten, ins Kino ein. Mit einer Spende von 100 Euro kann jeder mitmachen und einer ganzen Gruppe bzw. Klasse ein einmaliges Festivalerlebnis ermöglichen.

Festivalreporter*innen gesucht
Mitmachen kann auch, wer keinen Film gedreht hat. Wir suchen noch filmbegeisterte Nachwuchsjournalist*innen, die vom 3. bis 10. Juni über das Festival berichten. Alle Filmkritiker*innen, die frei oder für Schülerzeitungen und -radios schreiben, bekommen exklusive Presseausweise, mit denen sie überall hautnah dabei sein können und die Chance haben, Filmemacher*innen kennen zu lernen, Interviews zu führen und spannende Hintergrundinformationen zu sammeln.
Bewerbung per E-Mail an kinder@shortfilm.com

www.moundfriese.de