Deframed – formerly known as NoBudget

Filme machen ist seit der seriellen Herstellung bezahlbarer digitaler Kameras keine Frage des Geldes mehr. Streng und beim Wort genommen war es also überfällig, unsere experimentelle Wettbewerbssektion NoBudget umzubennen und an faktische Produktionsverhältnisse anzupassen. Denn ob das Budget „low“, „no“, „weiß nicht“ oder „doch ein bisschen mehr“ ist, kann nicht mehr entscheidend für die Zugehörigkeit zu einer filmischen Sektion sein.

Es geht weiter um Widerständiges, Grenzwertiges, Riskantes und Forderndes. Von Camp bis Trash, von Geflicker bis Gefummel, von Videokunst bis zum konzeptionellen Dilettantismus. Um Filme, die rau und unfertig sein dürfen, um Experimente, die uns um Ohren und Augen fliegen können. Es darf gescheitert werden. Aber bitte mit Haltung. All das bleibt und setzt sich fort.

Wir geben dem Ganzen einen neuen Namen, der in wunderbarer Weise gleich viele Aspekte vom Filme machen, über Filme sehen bis zum Filme programmieren unter seiner Semantik versammelt. Der gleichzeitig vom Zerlegen, Überdenken, Neuordnen in filmmaterieller wie rezeptioneller Sicht erzählt und auch schon phonetisch nach kreativem Reibeisen klingt. Hier ist er (– Tusch und Knicks –): Deframed.

Es werden ein Jurypreis (2000 Euro) und der Deframed-Publikumspreis (1500 Euro) vergeben.