Storytelling

Donnerstag 2. Juni | 14:30-16:00 Uhr | NoBudget-Hotel, Festivalzentrum

»Story comes first« lautet ein oft und gerne verwendetes Mantra der Kreativindustrie. Doch gilt das auch für den Kurzfilm? Sicher, es ließe sich der Einfachheit halber kategorisch festhalten, dass jeder Film, jede Sequenz, ja jedes Einzelbild eine Geschichte erzählt – ob intendiert oder nicht. Aber damit wäre noch nichts zur Vielfalt narrativer wie formalästhetischer Ansätze im Kurzfilm gesagt, der sich nicht selten bewusst von klassischen Erzählstrukturen löst und diese bisweilen sogar negiert.

Deshalb wollen wir in diesem Panel den Begriff ›Storytelling‹ aus verschiedenen Winkeln in den Blick nehmen und dabei methodologische Überlegungen und Strategien aus der Praxis ebenso beleuchten wie die kuratorische Einordnung und kritische Rezeption des Erzählens in und mit Filmen. Denn ob dramatisch, dokumentarisch, experimentell, Found Footage oder transmedial, in allen filmischen Spielarten und Traditionen werden Storys produziert.

Entsprechend groß ist auch das Spektrum möglicher Fragestellungen: Welchen Stellenwert hat die Stoffentwicklung für den aktuellen Kurzfilm und was für Wege kann ein Film von der ersten Konzeption zum fertigen Werk nehmen? Diktieren Geschichten eine bestimmte Form oder lassen sich etablierte narrative Strukturen neu erfinden? Welche erzählerischen Maßstäbe legen Festivals und Kritik bei der Auswahl und Beurteilung von Filmen an? Und inwieweit prägt Storytelling die öffentliche Wahrnehmung der Kunstform Kurzfilm?

Über diese und weitere Aspekte wollen wir mit unseren Panelteilnehmern und dem Publikum sprechen. Ohne der Diskussion vorzugreifen sei schon jetzt gesagt: Die Geschichte des Storytelling im Kurzfilm ist längst nicht auserzählt.

Moderation:
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.